Magic-Sarah's MoBa-Blog

Signalschacht Wattenscheid – Spur N

Hallo Leute,

lange ist es her, das ich etwas geschrieben habe. Nun aber möchte über ein neues Teilprojekt schreiben, was gerade bei mir in Entwicklung ist.

Der eine oder andere hat vielleicht schon etwas über den Signalschacht Wattenscheid (auch Watti genannt) gehört. Hier ein Link zu der Seite vom FREMO: http://www.fremo-net.eu/339.html

Beachtet bitte, das dort über ein Signalschacht geschrieben wird, der Hauptsächlich für die Spurweite H0 brauchbar ist. Dieser Signalschacht ist aber für mich, also in der Spurweite N viel zu groß. Nachdem ich mich mit einigen aus dem Fremo unterhalten hatte vor geraumer Zeit, bin ich zu einer eigenen Version gekommen. Und hierüber möchte ich euch berichten und hoffe, dass auch andere dieses System sich anschauen und ggf. verwenden. Ich verwende daher auch die Begriffe Signalschacht-N und Signalträger-N, um von der Spurweite H0, welches das Ur-System ist, mich zu unterscheiden.

Basis dieses Signalschachts-N ist ein Alu-Vierkantrohr mit den Abmaßen 20 x 20 mm. Die Länge des Schachtes ist variabel und kann je nach Situation angepasst werden. Ich selber habe eine Länge von 50 mm gewählt. Zu diesem Signalschacht-N braucht es dann noch einen Signalträger-N, welcher aus einem Alu U-Profil besteht. Dieser hat die Abmaße von 16,5 x 11 mm und passt wunderbar in den Signalschacht. Auch hier kann die Länge frei gewählt werden; ich habe eine Länge von 75 mm gewählt.

Bevor nun die Signalsteuerplatine zusammen mit dem Signal angebracht werden kann, müssen der Signalschacht-N und der Signalträger-N noch bearbeitet werden. Beim Signalträger ist diese Bearbeitung relativ einfach, denn hier ist zum einen das Befestigungsloch für die Signalplatine zu Bohren und zum anderen am oberen Abschluss ein Holzplätchen zu setzten, worauf das Signal befestigt werden kann. Bei diesem Holzplätchen habe ich mich an dem Signalschacht in H0 orientiert, welches man bei H0Fine kaufen kann.

Das Bohrloch ist von der Unterseite gesenkt, damit die Schraube bündig abschließt und somit der Signalträger-N ohne Probleme in den Signalschacht-N eingeschoben werden kann. Später dann wird auf diesem Holzplätchen (Signalträgerdeckplatte) ein Befestigungsloch, bzw. eine Kabel-/Drahtdurchführung gebohrt. Dieses ist abhängig vom jeweilig verwendeten Signal.

Beim Signalschacht-N werden zwei Änderungen vorgenommen. Zum einen wird im oberen Bereich ein kleiner Bereich tiefer (ausgeschnitten oder gefräst) gesetzt und auch mit einem Holzplätchen (Formplatte) versehen. Dieses soll dazu dienen, den Signalträger-N zu führen. Als nächstes brauchen wir eine Druckplatte, mit welcher der eingeführte Signalträger-N fixiert wird. Diese Druckplatte besteht aus einer kleinen 6 mm Sperrholzplatte, welche mit einer Schraube befestigt wird. Dazu wird in dem Signalschacht-N ein Loch für eine entsprechende Schraube gebohrt, hier ein Loch mit einem Durchmessen von 2,1 mm, da ich eine M2-Schraube vorgesehen habe. Eventuell wird auch eine M3-Schraube Verwendung finden, je nach dem, wie Stabil die Variante mit der M2-Schraube ist. Damit diese Schraube bündig mit der Druckplatte abschließt, muss neben der Bohrung für die Schraube selbst auch eine Absenkung eingebracht werden. Sobald dies soweit passt, wird die Schraube in der Druckplatte festgeklebt. Hierzu habe ich einen 2K-Kleber verwendet.

Nachdem die Druckplatte getrocknet ist, wird diese in den Signalschacht-N eingebracht und von Außen mit einer Mutter verbunden. Wichtig hierbei ist, dass die Druckplatte locker sitzt und ein wenig Spiel hat.

Die Befestigung des Signalträgers-N als solches erfolgt mit einer Klemmschraube aus Kunststoff. Hierfür wird vor dem Einsetzten der Druckplatte zuerst ein Bohrloch und dann ein Gewinde M4 gesetzt.

Hier zu sehen ist der Schacht Wattenscheid-N:
(liegt aktuell nicht vor – wird nachgereicht)

Für diesen System habe ich hier ein Satz Zeichnungen als PDF zusammengestellt (Stand 23.12.2013 ohne Maßangabe). Zu finden hier: Wattenscheid N V1.0

Nun zum elektronischen Teil des Systems. Was nützt mir eine Halterung, wenn ich das Signal nicht ansteuern kann. Auch hier habe ich mich zuerst mit ein paar Leuten aus dem FREMO beraten und Ideen eingeholt. Zuerst habe ich versucht, einen komplett eigenen Decoder zu entwickeln, welcher mit einem Atmel-Microprozessor funktioniert und des Anschluß zum Loconet hat. Leider hat sicher herausgestellt, das dies viel zu aufwändig ist und vor allem was die Programmierung angeht, mich total überfordert.

Auf einem Treffen im Sommer 2016 in Hanau habe ich dann die Lösung gefunden: der qDecoder F0-8 Signal. Dieser Decoder wird vom Matthias in seinem Bahnhof Hausen eingesetzt (wenn auch nicht in einem Wechselschacht). Mit diesem Decoder kann ich ein Hauptsperrsignal mit Vorsignal ansteuern, was die maximale Möglichkeit darstellt. Mehr ist in der Baugröße N an Lichtsignalen zur Zeit nicht möglich.

Hier ein Bild von dem Deocder:
IMG_1350

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Decoder nun passt super in den Signalträger rein. Also brauche ich noch eine kleine Steuerplatine, mit welcher ich den Decoder mit dem Signal verbinde. Auch muss ich ja die Verbindung zu dem Stellwerk herstellen. Wie oben beschrieben, wollte ich ursprünglich das LocoNet als Ansteuerung verwenden. Aber dies ging nicht. Der qDecoder verwendet das DCC-Signal und ein passender Stecker ist auch schon gefunden.

Leider hat sich herausgestellt, das bei dem ersten Entwurf der Platine die Anschlussbelegung des Decoders nicht berücksichtigt wurde. Bei dem ersten Entwurf bin ich davon ausgegangen, das ich alle Anschlüsse des Decoders frei belegen und verwenden kann. Dem ist jedoch nicht so und so muss ich eine neue Version der Platine erstellen.

Hier nun der aktuelle Stand:
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Zu sehen ist der Signalträger mit einem Signal und der ersten (unbestückten Version) der Platine. Der Stecker zur Verbindung fehlt auch noch. Daneben liegt der Decoder.

Das war nun mein Bericht zum Signalschacht-N. Es ist ein System herausgekommen, welches es ermöglicht, die entsprechenden Signale über einen Signalträger-N zu verwenden. Wenn man zurzeit davon absieht, dass keine mechanischen Signale verwendet werden können, ist es universell einsetzbar. Es wird sich zeigen, ob das System angenommen wird allgemeine Verwendung findet. Wenn man einmal davon ausgeht, dass der Ursprüngliche Watti gut angenommen wurde, bin ich sicher, dass auch der Watti-N angenommen wird.

Ich für meinen Teil bin zufrieden und werde das System so verwenden. Geplant ist für das Regionaltreffen unserer FREMO-Südgruppe in Mammendorf 2016 diesen Watti-N mit Signalen vorzustellen und einzusetzten.

Alles liebe,
Sarah

Eine Reaktion zu “Signalschacht Wattenscheid – Spur N”

  1. Kaschperle

    Warum einen teuren unflexiblen QDecoder nehmen? Wenn man sich einen LED-Dekoder von Brandt layoutet, kann man ihn auf die schmale Größe anpassen und so ziemlich jedes Signal ansteuern.

    http://digital-bahn.de/bau_led/led.htm

    http://www.digital-bahn.de/shop/media/pdf/led_dekoder_2v0_schaltplan.pdf

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